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Samstag, 15. Februar 2014

Individuelle Sezession

Es gibt immer noch sehr viele liberale, welche versuchen durch Aufklärung oder gar Politik eine Masse zu mobilisieren, um mit dieser dann die Ideen des Liberalismus in einem bestimmten Gebiet durchzusetzen.
Dieser Ansatz ist falsch, den, selbst wenn es gelänge, mit welchem Recht darf man die Menschen zu Ihrem vermeidlichen Glück zwingen?
Wenn die Menschen perverse oder krankhafte Praktiken ausführen, hat kein libertärer das Recht den Menschen dies zu untersagen, solange er nicht gezwungen wird an diesen teilzunehmen.
Dies hat der Papst auch in seiner Bundestagsrede zum Ausdruck gebracht, als er sagte:

"Wenn jemand sich bei den Skythen befände, die gottlose Gesetze haben, und gezwungen wäre, bei ihnen zu leben …, dann würde er wohl sehr vernünftig handeln, wenn er im Namen des Gesetzes der Wahrheit, das bei den Skythen ja Gesetzwidrigkeit ist, zusammen mit Gleichgesinnten auch entgegen der bei jenen bestehenden Ordnung Vereinigungen bilden würde"

Die Betonung liegt hier auf, "gezwungen wäre", das heißt wenn er gezwungen wäre hätte er das Recht gegen diese Widerstand zu leisten, wenn er freiwillig bei diesen lebt hat er nicht das Recht gegen deren Ordnung vorzugehen.

Wir befinden uns gerade unter eine Horde von Etatisten, für welche Freiheit, Eigentum und Selbstbestimmung nur Überreste aus der Epoche des Egoismus sind und wir sind in sofern gezwungen unter diesen zu Leben da Sie unsere Häuser besetzt haben unser Eigentum beschlagnahmt und unser Geld entwertet haben.

Widerstand darf gegen dieses System geleistet werden, den es widerspricht dem übergeordneten Naturrecht, allerdings darf dieser Widerstand nicht im Namen anderer geschehen.

Individuelle Sezession ist die Lösung für das aufgezeigte Problem, die Sezession ist defensiv, solange Sie von einem rechtmäßigen Eigentümer durchgeführt wird und dabei kein fremdes Eigentum beansprucht wird.
Es ist auch möglich, dass sich eine ganze Stadt abspaltet, allerdings darf dies niemals über eine politische Mehrheit geschehen sondern kann immer nur von den einzelnen Eigentümern selbst entschieden werden

Mittwoch, 10. Juli 2013

Kritik zur Artikel Serie von Alexander Benesch: "Die Sicherheit in der Privatrechtsgesellschaft nach Hoppe unter realen Bedingungen".


Alexander Benesch kritisiert, wie auch schon Peter Boehringer in seinem Artikel Replik auf 'Herrschaftslegitimierung für Schwachsinnige' die Idee der Privatrechtsgesellschaft von Hans Hermann Hoppe.
Beide wollen damit, auf die stetig wachsende Anhängerschaft, von Hoppes Theorien reagieren und gleichzeitig für einen Minimalstaat plädieren.
Doch beide scheinen sich nicht eingehend mit den Thesen des Libertarimus auseinander gesetzt zu haben.
Denn es stellt sich an keinem Punkt die Frage nach einem Minimalstaat oder einer Privatrechtsgesellschaft.
Der Libertarismus setzt sich aus zwei Teildisziplin zusammen. Erstens aus der Nationalökonomie und zweitens der politischen Philosophie.
Die Nationalökonomie hat erkannt das jeder Mensch handelt um einen unbefriedigenden Zustand in einen befriedigenderen Zustand zu wandeln. Auf diesem Gebiet haben vorallem Carl Menger, Böhm Bawerk und Ludwig von Mises gearbeitet.
Auf dem Gebiet der politischen Philosophie wurde untersucht in welcher Umgebung die nationalökonomischen Erkenntnisse am besten wirken können, diese Umgebung wird mit dem Gewaltauschlussprinzip beschrieben, welches besagt: Kein Mensch hat das Recht einem anderen Menschen Gewalt anzutun. Gewalt ist nur zur Abwehr von Gewalt legitim. Auf diesem Gebiet haben vorallem  Murray Rohtbard und Hans Hermann Hoppe gearbeitet.
Wenn nun die Umgebung die bei der konsequenten Anwendung des Gewaltausschlussprinzip enststeht, die Ideale Umgebung für die Gesetze der Nationalökonomie ist, braucht der Libertarimus nichts mehr darüber auszusagen, wie sich die Menschen organisieren sollen, ob sie sich in Form einer Privatrechtsgesellschaft (was immer man darunter versteht) organisieren sollen oder in Form einens Staates .
Der Libertarimus stellt nur eine Bedingung: Die Teilnahme an einer Organisation muss freiwillig sein!
Das Werkzeug des Libertarimus, ist also nicht die gewaltsame Revolution der Masse, sondern die friedliche Szessesion des Individuums.
Es geht nicht darum denn Staat zu bekämpfen, in zu minimieren oder in ganz abzuschaffen, es geht darum das jeder Mensch frei entscheiden kann welcher Organisation er beitritt und wie lange er in dieser verbleibt.
Doch natürlich wird kein Staat eine solche Sezession zu lassen, er wird sie mit aller Gewalt bekämpfen. Genau deswegen braucht es parallele Strukturen, die sich entwickeln, um das Individuum bei einer Sezession vor der Staatsgewalt zuschützen. Wie diese Strukturen ausehen darüber lässt sich nur spekulieren und ich denke, das ist der größte Fehler den Hans Hermann Hoppe gemacht hat, der einzige Punkt bei welchem er angreifbar wurde. sind die Spekulationen über die private Organisation von Sicherheit.

Siehe auch meinen Artikel: Libertär oder Totalitär?
Literaturempfehlungen:
Hans Hermann Hoppe: Eigentum, Anarchie und Staat
Murrayn Rohtbard: Die Ethik der Freiheit